Hilfe zur Wahl des Standorts
Der richtige Ort und eine sichere Anbringung: Bei der Befestigung eines Balkonkraftwerks gibt es einiges zu beachten. Wir klären, wie Sie ein Balkonkraftwerk montieren und ob Sie selbst Hand anlegen dürfen.
Mit einem Balkonkraftwerk decken Sie daheim einen Teil ihres täglichen Stromverbrauchs mit selbst produzierter Energie. Die Stecker fertigen Anlagen bestehen bestehen meist aus zwei Solarmodulen mit einem guten Wirkungsgrad von etwa 20%, um eine möglichst optimale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Balkon- bzw. Dachfläche zu gewährleisten. Zu dem wird ein Wechselrichter, zur Umwandlung des produzierten Gleichstroms in Wechselstrom und ein Anschlussstecker benötigt. Ein guten System bietet Ihnen beide gängige Möglichkeiten zum Anschluss an das Hausstromnetz. Auch die vom Team "Energie-Günstiger.com" angebotenen Balkonkraftwerke bieten ihnen die Möglichkeit den Anschluss mittel Wieland Stecker zu tätigen (eine spezielle Anschlussdose muss anstelle der gängigen 220V Dose durch eine Elektrofachkraft installiert werden) oder Sie nutzen das im Lieferumfang enthaltene 5 Meter Verlängerungskabel mit Schuko Stecker. Somit stehen Ihnen insgesamt 8m Kabel zur Verlegung bis zur nächsten Haushaltssteckdose zur Verfügung.
Des weiteren werden Ihnen MC4 Verlängerungskabel beigelegt, um die Module mit dem Wechselrichter zu verbinden.
Wer darf ein Balkonkraftwerk montieren?
Die Stecker fertigen Mini-Solaranlagen sind so konzipiert, dass es für die reine Montage kein Fachpersonal braucht – Sie können und dürfen das Balkonkraftwerk selbst montieren. Wer für die Montage dennoch einen Handwerker oder eine Handwerkerin engagieren will, dem empfiehlt die Verbraucherzentrale des jeweiligen Bundeslandes einen Metallbauer zu suchen. Alle, die selbst montieren, sollten sich unbedingt an die Vorgaben des Herstellers halten und die Bedienungsanleitung berücksichtigen.
Balkonkraftwerk ans Stromnetz anschließen
Für den Anschluss an den Stromkreislauf hingegen müssen Sie unter Umständen eine Elektrofachkraft hinzuziehen. Diese brauchen Sie zum Beispiel dann, wenn Sie die Anlage nicht mit einem klassischen Schukostecker in der ganz normalen Steckdose, sondern an eine Energiesteckdose ("Wieland-Steckdose") anschließen möchten. Mit der Wieland-Steckdose sind Sie auf der sicheren Seite, unabhängig vom Zustand der Elektroinstallation in Ihrem Haus, da die Kontakte des Wieland Steckers mit Berührungsschutz versehen sind.
In einem Positionspapier spricht sich inzwischen auch der VDE für Schuko Stecker aus.
Wo ist der optimale Standort fürs Balkonkraftwerk?
Das A und O für die Effizienz der Anlage ist die Intensität der Sonneneinstrahlung. Folgendes gilt es zu bedenken:
Himmelsrichtung: Die Sonnenstrahlen sollten möglichst senkrecht auf die Module treffen. Die optimale Ausrichtung liegt daher gen Süden, Südosten oder Südwesten. Wer seine Mini-PV-Anlage auf dem Dach installieren will, hat viele Möglichkeiten. Auf der Terrasse oder dem Balkon sind Sie durch die baulichen Gegebenheiten etwas eingeschränkter. Hier gilt es, die Stelle mit der höchsten Sonneneinstrahlung zu finden. Eine Anbringung der Anlage in Balkonnischen oder auf der Innenseite der Balkonbrüstung ist daher ungeeignet.
Eine geeignete Halterung für Ihr Balkonkraftwerk finden Sie auf Energie-Günstiger.com. Die Varianten umfassen eine Fixierung der eine im Winkel verstellbare Halterung für die Balkongeländer-Außenseite.
Nutzung bedenken: Brauchen Sie den meisten Strom morgens für Ihren Kaffee und das Licht im Bad? Dann sollte mindestens ein Modul gen Südosten zeigen. Sind Sie den ganzen Tag im Home-Office? Dann ist Südausrichtung praktisch. Oder brauchen Sie abends für die Wäsche oder den Fernseher Strom? Dann wäre Südwesten eine gute Himmelsrichtung. Da das Balkonkraftwerk keinen Strom speichert, sollten Sie bedenken, dass die Ausrichtung der Module zu den Uhrzeiten passt, zu denen Sie am meisten Strombedarf haben.
- Verschattung: Wirft ein Baum oder das Nachbarhaus Schatten? Das ist ein denkbar schlechter Ort fürs Balkonkraftwerk. Denn wenn ein Teil des Moduls verschattet ist, geht die Solarstromproduktion in die Knie.
- Platz für die Elektronik: Die Nähe oder der Zugang zu einer (Außen-)Steckdose für den Anschluss des Balkonkraftwerks ist wichtig. Die empfindlicheren elektrischen Komponenten – Wechselrichter und Stromanschluss – müssen zudem vor Regen und Unwetter geschützt sein.
Kann ich ein Balkonkraftwerk auf dem Dach installieren?
Auch wenn in der Regel von Balkonkraftwerken die Rede ist: Einen Balkon brauchen die Mini-Solaranlagen nicht unbedingt. Sie können Ihre Mini-PV-Anlage auch auf dem Dach installieren. Die Art der Befestigung unterscheidet sich je nachdem, ob es sich um ein Schrägdach oder ein Flachdach handelt. Auf einem Schrägdach ist die Montage der Module mit den Standard-Bauteilen möglich, die auch für größere Solaranlagen auf dem Markt sind. Bei der Installation auf dem Flachdach ist auch ein klappbares Alugestell verwendbar. Der Vorteil: Sie können den Neigungswinkel individuell einstellen und damit die optimale Sonneneinstrahlung gewährleisten. Achten Sie aber auf genügend Abstand nach außen und für ausreichende Sicherung der Halterungen, zum Beispiel mit schweren Gehwegplatten.
Welcher Winkel ist optimal fürs Balkonkraftwerk?
Um das Optimum aus Ihrem Balkonkraftwerk herauszuholen, ist der Neigungswinkel der Solarmodule in Verbindung mit der Himmelsrichtung entscheidend. Bei Südausrichtung ist eine Neigung von 30 bis 45 Grad empfehlenswert.
Balkonkraftwerk befestigen: So geht es
Die Befestigung des Balkonkraftwerks unterscheidet sich etwas, je nachdem, ob Sie es flach, aufgeständert oder senkrecht anbringen. Generell gilt: Beachten Sie unbedingt die Herstellerangaben und Tipps zur Befestigung in der Bedienungsanleitung. Ganz wichtig ist eine sturmsichere Befestigung. Hierfür sollten alle Befestigungsteile wetterfest und rostfrei sein.
Auf dem Balkon: Befestigung mit Gestell
Auf dem Balkon kann die Anlage entweder an der Außenseite der Brüstung montiert werden oder in einem Befestigungsrahmen, den Sie direkt auf dem Balkon senkrecht oder waagerecht aufstellen können. Wer sich für den verstellbaren Rahmen entscheidet, bringt zunächst den Wechselrichter am Rahmen an und montiert anschließend das Modul im Rahmen. Sitzt beides fest, richten Sie den Rahmen nach dem Sonnenstand aus. Der Wechselrichter muss in jedem Fall vor Sturm und Regen geschützt sein. Um für Wetterfestigkeit zu sorgen, sollten sie den Rahmen beschweren oder verankern. Im Falle einer Verankerung benötigen Mieterinnen und Mieter wiederum die Zustimmung des Vermieters.
Im 90-Grad-Winkel am Balkon bringt das Modul weniger Ertrag als wenn Sie es flacher ausrichten würden, dafür taugt es so als Sichtschutz.
Auf der Terrasse: Sichere Befestigung unerlässlich
Ein Balkonkraftwerk mit Aluständer lässt sich auch auf der Terrasse oder im Garten nutzen. Da hier jedoch die wettersichere Befestigung fehlt, den eine Balkonbrüstung bietet, müssen Sie für eine andere Art der sicheren Befestigung sorgen. Verankern Sie das Gestell im Boden oder beschweren Sie den Rahmen zum Beispiel mit Gehwegplatten! Die Montage selbst erfolgt ansonsten in der gleichen Reihenfolge wie bei der Nutzung mit Gestell auf dem Balkon.
Auf dem Flachdach: Montage mit Alugestell
Auf dem Flachdach haben Sie, wie weiter oben beschrieben, ebenfalls die Möglichkeit, ein Gestell mit justierbarer Neigung zu montieren. Hierfür montieren Sie zunächst den Wechselrichter an einer der Streben und bauen anschließend die Solarpanele ein. Auf dem Flachdach empfiehlt sich die Ausrichtung gen Süden. Sie verankern die komplette Mini-PV-Anlage, sodass sie wetterfest ist und auch starke Windböen sie nicht vom Dach reißen können. Achten Sie bei Arbeiten auf dem Dach auf Ihre Sicherheit und arbeiten Sie nie allein! Um das Solarpanel während des Transports und der Montage nicht zu beschädigen, schützen Sie es zum Beispiel mit einer Decke oder einem großen Handtuch.
Balkonkraftwerk montieren: Achten Sie auf die Höhe!
Je höher Sie ein Balkonkraftwerk anbringen, desto gefährlicher kann es für Ihre Umwelt werden. Denn wenn es nicht richtig montiert ist und bei einem Unwetter oder durch eine Windböe durch die Gegend fliegt, kann es schlimme Schäden anrichten oder sogar jemanden verletzen.